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Die Geschichte der Straubinger Niederlassung der Barmherzigen Brüder für Menschen mit Behinderungen

(von der Cretinenanstalt zur Pflegeanstalt zum Pflegeheim zum Wohn- und Pflegeheim)


1883 Vereinbarung des Priors des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder mit der Stadt Straubing, dort einige Stadtarme und Gebrechliche zur Dauerpflege aufzunehmen.
24. Februar 1884 Einzug der Barmherzigen Brüder in das ehemalige Schulhaus am Donauufer, um die Errichtung einer ”Cretinenanstalt” vorzubereiten.
6. März 1884 Genehmigung des mit der Stadt Straubing geschlossenen Vertrages durch den Generalprior des Ordens der Barmherzigen Brüder.
1. Januar 1885 Eröffnung der ”Anstalt für männliche Kretinen”.
1891 Beschluss des Konventes, ein neues Anstaltsgebäude in der Äußeren Passauer Straße zu errichten.
1. Mai 1893 Bezug des Neubaus.
Frühjahr 1900 wurde die Anstalt, die bisher nur zur Hälfte fertiggestellt war, voll ausgebaut bezogen.
1905 bis 1914 Priorat von Frater Eustachius Kugler; in seine Amtsperiode fällt der Bau des nördlichen Anstaltsflügels.
24. Juli 1922 Verlegung des Noviziats der Provinz in die Räume der Pflegeanstalt.
1. April 1941 Im Rahmen der Aktion ”T 4” des dritten Reiches mussten 21 Bewohner (von insgesamt 600) an die Heil- und Pflegeanstalten Regensburg und Mainkofen überstellt werden; 5 weitere Pfleglinge mussten der Heil- und Pflegeanstalt Erlangen überlassen werden
30. Juli 1941 traf die ministerielle Weisung ein, dass die Anstalt zur Unterbringung von Kindern im Rahmen der erweiterten Kinderlandverschickung und von pflegebedürftigen alten Personen aus Südtirol dringend benötigt wird und zu räumen sei; die Pfleglinge wurden nach Regensburg und Mainkofen verlegt; lediglich 47 Arbeitspfleglinge, welche das Kloster zur Weiterführung des Betriebes brauchte, konnten in Straubing bleiben.
15. September 1941 wurde das Haus, nach diversen Absichten, es für verschiedene Zwecke zu verwenden, als Lazarett mit 450 Betten in Betrieb genommen. Die wenigen in der Einrichtung lebenden, vor allem alten und kranken Brüder, wurden als Verwalter für verschiedene wirtschaftliche Betriebe eingesetzt.
4. November 1944 großer Fliegerangriff auf Straubing; die Einrichtung erhielt 56 Volltreffer, wobei mehrere Menschen zu Tode kamen bzw. verletzt wurden. Auch wurden die Gebäude mehr oder minder schwer beschädigt.
18. April 1945 nochmaliger Bombenangriff auf Straubing, welcher die Anstalt zu 80 % zerstörte.
1946/47 >standen ganz im Zeichen des Schuttwegräumens und des Wiederaufbaus.
3. März 1954 Wiederaufbau des durch Bomben zerstörten Südflügels.
24. März 1960 die 75 x 25 m große Scheune der Landwirtschaft wird in einer Brandkatastrophe ein Raub der Flammen.
2. Oktober 1961 feierliche Weihe der zwei neuen Glocken der Klosterkapelle.
4. August 1964 Einweihung des Erweiterungsbaues im Norden, anstelle des im Krieg zerstörten Gebäudeflügels.
5. April 1967 Beschluss des Konventkapitels, im Nordosten einen Anbau für die neue Pforte, moderne Verwaltungsräume, einen großen Speisesaal für die Angestellten, einen Warteraum, ferner Ärztezimmer und Sprechzimmer sowie einen Lagerraum für die Küche zu errichten.
1972 bis 1974 Bau mehrerer Wohnheime für die Angestellten der Einrichtung.
1982 Eröffnung des neuen Wohnheimes ”Maria Schutz” für 48 pflegebedürftige Heimbewohner
1984 Verlegung der Gärtnerei in das Gelände gegenüber der Einrichtung beim Landratsamt.
1986 Erstellung eines Gesamtsanierungskonzeptes für die Einrichtung.
1989 Eröffnung der Förderstätte im neu ausgebauten Dachgeschoss des Verwaltungsanbaues
1990 Der Konvent wurde zurückgezogen
1991 Inbetriebnahme der Eustachius Kugler-Werkstatt für Behinderte, die an der Stelle der Stallungen der Landwirtschaft erbaut wurde.
1991 Eröffnung der Fachschule für Heilerziehungspflege und -hilfe
1994 Eröffnung des Wohnheimes ”Frater Cajetan Pflügl” für Werkstattbeschäftigte mit 79 Plätzen.
1994 Inbetriebnahme der neuen Pforte.
1996 Eröffnung des Wohnheimes ”Frater Ignatius Voit” für geschlossen unterzubringende Heimbewohner mit 32 Plätzen.
1998 Eröffnung des Wohnpflegeheimes ”Frater Wunibald Schmidt” für 72 Menschen mit Behinderungen.
1999 Verlagerung der Landwirtschaft in das Gärtnereigelände.
1999 Baubeginn des sogenannten zentralen Funktionsgebäudes mit Küche, Mitarbeiterspeisesaal, Cafeteria, Mehrzweckhalle, Therapiebad und Heizzentrale.
2000 Bau von 139 Parkplätzen anstelle der Scheune der alten Landwirtschaft. Bezug der Außenwohngruppe für 6 Plätze in 2 freigewordenen Personalwohnungen
2001 Inbetriebnahme des Begegnungszentrums Benedikt-Menni, einem zentralen Funktionsgebäude mit Küche, Mitarbeiterspeisesaal, Cafeteria, Mehrzweckhalle, Therapiebad und Heizzentrale.
August 2001 Qualitätsmanagementzertifizierung des Wohnbereiches nach DIN EN ISO 9002:1994
2001 Baubeginn des Wohnheimes "Frater Eberhard Hack" für 60 Menschen mit Behinderung.
November 2002 Qualitätsmanagementzertifizierung der Eustachius Kugler-Werkstatt nach DIN EN ISO 9002:1994
November 2003 Qualitätsmanagementzertifizierung des Wohnbereiches und der Eustachius Kugler- nach DIN EN ISO 9001:2000
Dezember 2003 Eröffnung des Wohnheimes "Frater Eberhard Hack"

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